Murray Perahia

Klavier

In seiner langen Karriere hat sich Murray Perahia zu einer der einsam im Klavierolymp schwebenden Künstlerpersönlichkeiten entwickelt. Und trotz aller Erfolge, trotz der vielen ECHO-und Grammy-Auszeichnungen und seines Weltruhms strahlt er eine ruhige Bescheidenheit aus, eine stille Konzentriertheit alleine auf das Werk und die Komponisten. Starallüren sind ihm völlig fremd, er überwältigt nicht mit Tastendonner, sondern mit Intensität und Herzenswärme. Seine bei SONY publizierten CDs setzen Maßstäbe: mit ihrem in endlosen Linien singenden Ton, dem großen Atem, ihrer absoluten pianistischen Perfektion und mirakulösen Balance aller Stimmen. Zugleich ist Perahia in den vielen Jahren seiner Laufbahn auch eine emotionale Tiefe zugewachsen, deren Wurzeln in seiner engen Freundschaft mit Vladimir Horowitz liegen, aber auch in Zeiten der Reflektion, als ihn eine komplizierte Fingerverletzung zu langen Pausen zwang. Aber man darf sich nicht täuschen: Immer öfter streift Perahia die apollinische Ausgewogenheit ab, entdeckt plötzlich in sich den Feuerkopf und wirft sich mit jugendlichem Elan und Temperament in die Musik, als wäre er gerade zwanzig.

In Zusammenarbeit mit der Konzert-Direktion Hans Adler

Johann Sebastian Bach (1685 - 1750)

Französische Suite Nr. 6 E-Dur BWV 817


***

Franz Schubert (1797 - 1828)

Impromptus für Klavier op. 142 D 935

*** PAUSE***

Ludwig van Beethoven (1770 - 1827)

Klaviersonate Nr. 29 B-Dur op. 106

("Große Sonate für das Hammerklavier")

Philharmonie Berlin - Großer Saal
Herbert-von-Karajan-Str. 1
10785 Berlin
Deutschland